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Der Leitzins für die Eurozone war dieses Mal kaum ein Thema bei der Ratssitzung der EZB. Die Notenbanker beließen den Zinssatz unverändert auf seinem historischen Tief von 0,75 Prozent. Viel mehr jedoch bewegte Experten die Frage, ob EZB-Präsident Mario Draghi weitere Ankäufe von Staatsanleihen ankündigen würde. Direkt tat er das zwar nicht, aber er meinte, die EZB sei grundsätzlich zu weiteren Stützungsmaßnahmen für schwächelnde Eurostaaten bereit. “Der EZB-Rat erwägt weitere, außergewöhnliche, monetäre Maßnahmen”, sagte er, “je nachdem was nötig ist, um die gestörte Transmission der Geldpolitik zu reparieren. In den kommenden Wochen werden wir über geeigete Modalitäten für derartige Maßnahmen beraten.”

Die Beratungen könnten schwierig werden: Denn vor allem der Chef der deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, ist ein entschiedener Gegener weiterer Anleihenkäufe. Seine Argumentation: Die EZB finanziere so Staaten durch die Hintertür, was ihr laut den EU-Verträgen strikt verboten ist. Aber auch andere Ratsmitglieder, etwa aus Österreich oder Finnland, sollen einer Neuauflage des Ankaufprogramms für Staatsanleihen kritisch gegenüberstehen.

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