Schließen
Login
Bitte tragen Sie Ihre Logindaten ein

Skip to main content

|

Carl Lewis ist eine Olympia-Legende. Neun Goldmedaillen gewann der US-Amerikaner zwischen 1984 und 1996. Sein Rat und seine Expertenmeinung sind gefragt. Euronews hat Lewis in London getroffen.

“Bis zu Olympia 2008 haben die USA den Medaillenspiegel dominiert, dann übernahm China. Glauben Sie, dass dies ein neuer Trend ist oder werden die Amerikaner in diesem Jahr wieder stärker sein?”

Lewis: “Es ist ein echter Wettkampf, aber ich glaube, dass die USA das beste Team im Medaillenspiegel sein werden, denn auch in Peking waren wir Erster, was die totale Anzahl der Medaillen betrifft. Und das, obwohl das Heimteam normalerweise einen Vorteil hat und sich sehr gut schlägt, was China auch getan hat. Aber ich glaube, nach den Schwimmwettbewerben werden die USA wieder in Führung gehen oder zumindest ganz nah dran sein an der Spitze des Medaillenspiegels.”

Doch das Duell mit den Chinesen ist nicht das einzige für die USA. Im Sprint hat Jamaika mit Usain Bolt den Amerikanern den Rang abgelaufen. Tyson Gay und Co. müssen sich gewaltig strecken, doch Lewis ist unverändert optimistisch.

Lewis: “Ich freue mich sehr, dass die USA eine sehr gute Leichtathletikmannschaft zusammengestellt haben. Wir werden einige Medaillen in Disziplinen gewinnen, in denen wir lange nichts geholt haben. Im Sprint und in den Hürdendisziplinen werden wir sehr dominant sein und besser als jedes andere Land auf der Welt. Daran besteht kein Zweifel. Auf den Mitteldistanzen haben wir uns sehr verbessert. Auch bei den Frauen haben wir sehr gute dabei. Also, wir werden uns sehr ordentlich schlagen.”

Dass sich in London leere Tribünen und nicht-genutzte Eintrittskarten als Ärgernis erwiesen, ist bislang eines der Negativthemen dieser Sommerspiele. Doch für Carl Lewis kein Drama.

Lewis: “Das gab es bei jeden olympischen Spielen. Ich habe acht Mal an Olympia teilgenommen, und so etwas gab es immer. Wenn Eintrittskarten an Sponsoren oder Leute von den Verbänden gegeben werden, dann kann so etwas passieren. Dann heißt es manchmal kurzfristig: Ich gehe doch lieber zu einem anderen Wettkampf, um Michael Phelps zu sehen zum Beispiel. Oder das Kind wird krank und schon bleibt die ganze Familie zuhause. Es gibt viele Gründe. In Zukunft werden sie sich wohl ein neues System ausdenken, um das zu verbessern und solche Tickets dann den Leuten zu geben. Aber so was gab es immer. Der Unterschied heute ist nur, dass man alle möglichen neuen Medien hat. Dann sagt sich jemand einfach: Das hier gefällt mir nicht, ich mache ein Foto und veröffentliche es per Twitter. Das gab es früher natürlich nicht.”

Copyright © 2014 euronews

Mehr dazu:
|