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Italien und Spanien pochen auf Banken- und Fiskalunion

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Italien und Spanien pochen auf Banken- und Fiskalunion

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Krisen-Regierungschef trifft Krisen-Regierungschef: In Madrid hat Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy seinen italienischen Kollegen Mario Monti empfangen. Im Mittelpunkt stand natürlich die Schuldenkrise: Beide Länder riefen die EU auf, die Beschlüsse des letzten Gipfels zur Einrichtung einer Banken- und Fiskalunion rasch umzusetzen, und versprachen, ihr Bestes zu tun, um ihre Haushalte in Ordnung zu bringen “In Spanien werden wir weiterhin daran arbeiten, unser Budgetdefizit zu bekämpfen und die Staatsschulden zu reduzieren”, meinte Rajoy, “und wir werden auch die nötigen Strukturreformen voranbringen.”

Für beide Länder ist der Arbeitsmarkt eines der drängendsten Probleme. In Spanien liegt die Erwerbslosenquote bei fast 25 Prozent, wenn die Zahl der Arbeitslosen auch zuletzt dank der Sommersaison leicht sank, in Italien stieg die Arbeitslosigkeit auf den höchsten Stand seit rund acht Jahren.

Gemeinsam ist Spanien und Italien auch die Enttäuschung über die vagen Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi. Rom und Madrid hatten auf neue Anleihenkäufe der EZB gehofft – Draghi hatte diesbezüglich jedoch klare Aussagen vermieden. Die Zinsen für zehnjährige spanische Bonds sprangen nach Draghis Pressekonferenz wieder über die kritische Marke von sieben Prozent, jene für zehnjährige italienische Papiere lagen bei rund 6,2 Prozent.