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Neues Sparpaket in Griechenland

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Neues Sparpaket in Griechenland

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Nach mehrstündigen Verhandlungen haben sich die regierenden Koalitionsparteien in Griechenland auf ein 11,5 Milliarden Euro schweres Sparprogramm geeinigt.

Dieser Vorschlag muss nun von der Geldgeber-Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds abgesegnet werden.

Athen läuft die Zeit davon, um den Staatsbankrott abzuwenden, benötigt es noch diesen Monat eine neue Geldspritze.

“Der Ministerpräsident hat gesagt, dieses Sparpaket müsse akzeptiert werden, denn nur so könne Griechenland in der Eurozone bleiben und weiter verhandeln. Die Kürzung der öffentlichen Ausgaben um 11,5 Milliarden Euro sei die Voraussetzung. Wir haben das eingesehen,” so Finanzminister Yannis Stournaras.

Sozialistenchef Evangelos Venizelos wollte ursprünglich als Gegenleistung von der Troika mehr Zeit für die Erreichung der Sparziele. Doch am Ende stellte er diese Forderung zum Wohle des Landes zunächst zurück.

Fotis Kouvelis, der Chef der Demokratischen Linken, versuchte die Bedenken der Griechen zu zerstreuen. Er versicherte, die drei Regierungsparteien würden sich Mühe geben, damit keine zusätzliche Belastung der schwächeren Schichten der Bevölkerung erfolge.

Kouvelis blieb allerdings eine Antwort schuldig. Er ging nicht auf die Details des Sparprogramms ein. Die Regierung will Ende August die Maßnahmen verkünden. Beobachter rechnen mit Kürzungen der Renten und Sozialhilfen.