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Syrisches Aleppo weiterhin umkämpft


Syrien

Syrisches Aleppo weiterhin umkämpft

Der Kampf um das syrische Aleppo geht unvermindert weiter. Die Armee konzentriert sich auf einen Stadtteil, aus dem sie die Aufständischen vertreiben will, auch wieder mit Geschützfeuer.

In die Gegend von Aleppo hat sich der spanische Journalist Alvaro de Cózar von der Zeitung El País durchgeschlagen. Er nimmt per Telefon zum Beispiel
zu der Meldung Stellung, Aufständische hätten mit einem erbeuteten Panzer auf einen Militärflughafen geschossen – allerdings ohne Erfolg. Sie zogen sich danach wieder zurück.

“So etwas gibt es inzwischen”, sagt de Cózar, “aber man weiß gar nicht, ob sie sich mit den Panzern immer auskennen. Ein Panzerfahrer der Aufständischen hat mir erzählt, das habe er seit fünf Jahren nicht mehr gemacht. Gelernt habe er es bei der Armee.”

“Die Aufständischen”, berichtet er weiter, “reden davon, sie würden fünfzig, sechzig Prozent von Aleppo kontrollieren. Das Problem ist: Sie kontrollieren nicht die eigentliche Stadt, die offiziellen Gebäude. Sie kontrollieren die Randgebiete – und es ist schwierig, in die Altstadt vorzudringen, weil sie auf einer Anhöhe liegt.”

Vom täglichen Leben in Aleppo berichtet der spanische Reporter: “Wer nicht weg ist, versucht, ein normales Leben zu führen. Manche machen ihre Läden auf, vor allem in den Gebieten der Aufständischen. Die Häuser sind zerstört. Es ist seltsam zu sehen, wie Kinder die Trümmer aufsammeln. Das Schlimmste ist für diese Leute, dass die Armee die Gebiete schwer bestrafen wird, in denen die Zivilbevölkerung lebt.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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