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Aleppo in Angst vor der "Mutter aller Schlachten"

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Aleppo in Angst vor der "Mutter aller Schlachten"

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In Aleppo herrschen offenbar Bürgerkrieg und Anarchie. Seit Rebellen vor knapp zwei Wochen mit mehreren tausend Kämpfern in die zweitgrößte Stadt Syriens eingedrungen sind, bringt sich die Armee ín der Umgebung in Stellung. Um große Stadtteile wird gekämpft. Alles erwartet die “Mutter aller Schlachten”, wie Machthaber Baschar al-Assad den entscheidenden Kampf genannt hat.

Öffentliche Gebäude in der Stadt im Nordwesen Syriens glichen Festungen, so Augenzeugen. Sie seien Hauptziele der Rebellen. Gefechte und Schießereien brächen unberechenbar mal hier, mal dort aus. Die Regierung habe keine Kontrolle mehr.

Einigen Familien aus der armenischen Bevölkerung Aleppos gelang die Ausreise – nach Armenien.

Armen:

“Glaubt nicht, was da alles im Fernsehen erzählt wird. Alles Lügner. Terroristen gehen mit Gewalt gegen die Leute vor und die Regierung putzt sie weg.”

Suren:

“Wir stecken in einem furchtbaren Elend fest. Mit Gottes Hilfe wird es besser, in einer Woche oder zweien. Das hoffen wir.”

Mehr als 80 Tote zählte die Opposition seit Donnerstag Abend in Syrien. Seit Kofi Annans Rückzug als Sondervermittler habe die Gewalt ím ganzen Land stark zugenommen.

Laut UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR)
sind innerhalb des Bürgerkriegslandes
etwa 1,5 Millionen Menschen “entwurzelt und als Flüchtlinge entweder bei Gastfamilien oder in provisorischen Nothilfelagern” untergekommen.

Und zehntausende Syrer sitzen nach UN-Angaben im ganzen Land wegen der unberechenbaren Kämpfe in ihren Wohnungen in der Falle.

mit Reuters, AFP, AP