Eilmeldung

Eilmeldung

Der Pipeline-Bau zu Babel

Sie lesen gerade:

Der Pipeline-Bau zu Babel

Schriftgrösse Aa Aa

Sie haben schon Alexander den Großen überstanden und Saddam Hussein. Jetzt sind die Reste von Babylon nach vier Jahrtausenden von unten bedroht: In 1.70 Metern Tiefe wurde eine Ölpipeline verlegt.

An Archeologen vorbei. Verweis von der UNESCO. Das Pipeline-Team habe beim Graben nichts Antikes gefunden, beteuert das irakische Ölministerium im 90 Kilometer entfernten Bagdad.

A’yid Galib, Leiter der historischen Stätten von Babylon:

“Die Öl-Pipeline im Innern der Stadt Babylon gefährdet die Ausgrabungen. Wir hoffen, dass die Pipeline außerhalb der archäologischen Stätten von Babylon verlegt werden kann.”

Das historische Babylon wird seit 200 Jahren ausgegraben – inzwischen ist rund ein Fünftel des Geländes erforscht.

Nach dem Irakkrieg kampierten fast zwei Jahre lang Truppen der Anti-Saddam-Koalition auf dem Gelände.

Die 2600 Jahre alte gepflasterte Prozessionstraße Babylons habe schon die schweren Militärfahrzeuge der Anti-Saddam-Koalition nicht gut ausgehalten, so der Konservator des Britischen Museums, John Curtis.

Ganz zu schweigen von den Neubauten Saddam Husseins. Er verstand sich als Nachfolger von König Nebukadnezar II.

mit AP