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Die "Neugierige" erreicht den Mars

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Die "Neugierige" erreicht den Mars

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Das Rendevous ist ganz präzise ausgemacht: Am 6.August 2012 um 7 Uhr 31 mitteleuropäischer Sommerzeit soll das Roboterfahrzeug “curiosity” – zu deutsch: die Neugierige – den Mars erreichen.

Davor aber liegen die “magischen 7 Minuten”, in denen sich das Schicksal der Marsmission entscheidet. Aus einer Anfluggeschwindigkeit von 21.000 km/h muss heruntergebremst werden, damit die 900 Kilogramm schwere “Curiosity” mit ihren sechs Rädern unbeschadet auf dem Mars aufsetzen kann. Für die letzten 20 Meter hängt das sechsräderige Forschungslabor dann an einem Kran.

NASA-Direktor Matt Heverly macht deutlich, wieviel vorausplanende Präzision nötig ist, damit allein die Landung klappt. Und wenn es klappt, folgt noch das bange Warten auf die Bestätigung. Im schlimmsten Fall kann das Tage dauern. 14 Minuten braucht allein das Funksignal vom Mars zur Erde. “Man kann einen schlechten Tag auf dem Mars erwischen mit viel zu starkem Wind”, erklärt der NASA-Experte. Darauf habe man von der Erde aus keinen Einfluß. Man habe auf der Erde niemals alle Situationen simulieren können, die sich auf dem Mars ergeben können, auch nicht dessen Gravitation und dessen Atmosphäre.

Getestet wurde alles, was sich nur testen ließ – aber diese Mission ist ein Vorstoß in ferne Welten.

2009 blieb z.B. der Landeroboter “Spirit” im Marssand stecken. “Curiosity” soll vor allem nach möglichen Spuren von Leben suchen. Von diesen Ergebnissen wird abhängen, ob es die von US-Präsident Obama gewünschte bemannte Marsmission in 20 oder mehr Jahren geben kann.