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Italiens Strandbetreiber wollen keinen Wettbewerb

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Italiens Strandbetreiber wollen keinen Wettbewerb

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Keine Sonnenschirme, leere Strandliegen – für einen heißen Sommertag in Italien ist das ein ungewohntes Bild. Auf diese Weise protestieren aber die Betreiber privater Badestrände gegen mehr Wettbewerb in ihrer Branche.

Die Strandbetreiber haben eine staatliche Lizenz, die sich immer wieder automatisch verlängert. Die EU hält dieses Verfahren aber für undurchsichtig und
korruptionsanfällig und will, dass die Lizenzen künftig öffentlich versteigert werden.

Diese Privatstrände finden sich überall; dreißigtausend gibt es von ihnen. Inzwischen machen sie ein Viertel der italienischen Küste aus.

“Wir wollen keine Großkonzerne an den Stränden”, sagt ein Betreiber. “Wir sind in dieser Branche dreißigtausend Familien. Wir haben investiert und müssen immer noch abzahlen.”

“Man kann doch nicht auf einmal die Regeln ändern”, meint ein anderer. “Bei einer Versteigerung kommen dann Konkurrenten aus Kuweit oder aus anderen Ländern. Man muss doch auch mal unsere Arbeit hier sehen!”

Grundlage für den Plan der EU ist die so genannte Bolkestein-Richtlinie, die in Europa auch bei den Dienstleistungen einen freien Markt schaffen will. Die Neuregelung für Italiens Bäder soll 2016 kommen.