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Mali: "Die Welt darf so eine Krise nicht zulassen"

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Mali: "Die Welt darf so eine Krise nicht zulassen"

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Der UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres hat die internationale Gemeinschaft aufgefordert, mehr zu tun, um die Krise in Mali zu lösen. Guterres ist gerade für drei Tage in Burkina Faso. Dort besuchte er Camps, in denen Flüchtlinge aus Mali leben. Guterres sagte, die Welt dürfe eine Krise derartigen Ausmaßes nicht zulassen.

Gut 250 000 Menschen aus Mali seien derzeit auf der Flucht, so der Kommissar. Unter enormem Leid und Entbehrungen hätten sie den Weg in die armen Nachbarländer gesucht. Die wiederum stünden nun vor gewaltigen Nahrungsmittelproblemen.

Seit dem Ausbruch der Unruhen in Mali haben vor allem Mauretanien, Burkina Faso und Niger Flüchtlinge aufgenommen. Hintergrund ist der Konflikt im Norden des Landes. Dort haben Aufständische den unabhängigen Staat Azawad ausgerufen.

Der wird international zwar nicht anerkannt, dennoch haben hier Tuareg und islamistische Gruppen vielfach die Macht an sich gerissen. Darunter leiden nicht nur die Menschen. In Timbuktu etwa zerstörten islamistische Extremisten historische Bauwerke, die zum Weltkulturerbe zählten.