Eilmeldung

Eilmeldung

Weißrussland: Von Bären und Botschaftern

Sie lesen gerade:

Weißrussland: Von Bären und Botschaftern

Schriftgrösse Aa Aa

Weißrussland hat den schwedischen Botschafter ausgewiesen – oder nach eigenen Angaben einfach nur seine Akkreditierung nicht verlängert. Nach schwedischen Angaben ging es dabei unter anderem
um Kontakte des Botschafters zur weißrussischen Opposition.

Sieben Jahre lang sei Schwedens Botschafter im Land gewesen, sagt Andrej Sawinych, Sprecher des Außenministeriums in Minsk. Er habe aber nie die
Stärkung der beiderseitigen Beziehungen im Sinn gehabt, sondern ihre Aushöhlung.

Weißrussland wolle konstruktive Beziehungen, sagt Sawinych weiter: Wenn aber Schweden die Lage verschärfen wolle, müsse man angemessen reagieren.

Schweden seinerseits möchte nun, dass der neue weißrussische Botschafter seinen Posten in Stockholm gar nicht erst antritt. Zwei weitere Diplomaten wurden ausgewiesen.

Vorangegangen war auch die Teddybären-Affäre, die
von schwedischen Aktivisten ausging. Sie flogen mit
einem Kleinflugzeug unentdeckt nach Weißrussland und warfen dort Hunderte Teddys mit Protestlosungen ab – das quasi diktatorisch regierte Weißrussland war weltweit blamiert.

Offiziell gibt es aber keinen Zusammenhang zwischen Bären und Botschaftern.