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S&P gibt schlechte Noten für italienische Banken

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S&P gibt schlechte Noten für italienische Banken

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Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit 15 italienischer Banken herabgestuft. Die Bewertungen der größten italienischen Geldhäuser wie Unicredit ließ die Agentur unverändert. Begründet wurde der Schritt damit, dass Italien eine “längere und tiefergreifende Rezession als angenommen” durchlaufe. Dies erhöhe “die Verwundbarkeit” der Banken, hieß es bei Standard & Poor’s.
 
Je schlechter Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit einschätzen, desto schwerer und teurer wird es für Unternehmen oder auch Staaten, sich frisches Geld am Kapitalmarkt zu beschaffen.
 
Schlechte Nachrichten, an die sich Mario Monti mittlerweile gewöhnt haben sollte. Der Ministerpräsident kündigte bereits an, prüfen zu lassen, ob Italien die EU-Staaten um Hilfe bittet.
 
Mit dem Richtungswechsel reagierte er auf einen Beschluss der Europäischen Zentralbank. EZB-Chef Mario Draghi hatte vorher klar gestellt: Die Zentralbank kaufe nur dann Staatsanleihen angeschlagener Euro-Staaten, wenn diese zuvor ein Hilfsgesuch an den EU-Rettungsfonds stellen. Ein Beschluss, der in Italien stark kritisiert wurde.