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Ist das “Dream Team” doch menschlich? Das Basketball-Team der Vereinigten Staaten spazierte bisher nicht nur souverän, sondern beeindruckend durch das olympische Turnier. Doch nach dem Rekordsieg über Nigeria schienen die US-Boys gegen Litauen plötzlich zu stottern. Nur fünf Punkte hatte die Mannschaft von Coach Mike Krzyzewski nach 40 Minuten mehr auf dem Konto als die Balten. Der 99:94-Sieg der Amerikaner war wohl der Rückkehr in die Realität. Oder nur ein Luftholen nach dem 156:73-Triumph gegen Nigeria?

Zumindest dürfte die Konkurrenz nun ein wenig erleichert feststellen: Beim haushohen Goldfavoriten spielen doch keine Maschinen, auch Kobe Bryant und Co. haben mal einen schlechten Tag. Die schlechte Nachricht für Spanien, Argentinien und die weiteren Medaillenanwärter ist allerdings: Auch wenn es mal keine Gala gibt, gewinnen die USA und dürften leicht einen Gang hochschalten können, wenn es nötig ist. Denn kein anderes Land hat eine derartig tiefe Bank, kein anderes Land ist mit solchen Athleten gesegnet, kein anderes Land ist sich seiner Sache so sicher. Sollte Coach K mit seinen Jungs nicht goldenes Edelmetall nach Hause bringen, wäre dies nicht nur eine Blamage, sondern schlichtweg auch eine sportliche Sensation. Aber an ein solches Szenario glaubt im Lager der “Amis” ohnehin niemand.

Zwar betonen die Spanier als vermeintlich zweitbestes Team der Welt ebenfalls in mehr als ausreichender Weise ihre zweifellos vorhandenen Qualitäten, doch abgesehen von der guten Starting Five, die den US-Amerikanern temporär das Leben schwer machen kann, spricht wenig für die Iberer. Solide NBA-Akteure sind schön und gut, aber kein Vergleich zum US-Staraufgebot, deren Spieler auch in der nordamerikanischen Profiliga zu den Besten der Besten zählen bzw. im Falle von Anthony Davis zählen werden. Die übrigen Anwärter scheinen nicht die Mittel zu besitzen, die USA ernsthaft zu bedrängen – die einzige Chance: “Der Rest der Welt” wird von Kevin Duratn und seinen Kollegen unterschätzt.

Im Duell mit Litauen mussten die Amerikaner zum ersten Mal zittern und sich in einer knappen Begegnung beweisen. Dieser Test wurde bestanden. Linas Kleiza erzielte 25 Zähler für die Litauer, doch am Ende war es Labron James, der den Unterschied ausmachte und für die entscheidenden Aktionen sorgte. Doch die Balten zeigten im Laufe der Partie, wie man gegen die Stars aus der NBA vorgehen muss: Furchtlos und mutig in der Offense, den USA so gut es geht das Tempo nehmend, gegnerische Fast Breaks vermeidend sowie ins Setplay zwingend und darum bemüht, die Anzahl der Turnover gering zu halten. Letzteres gelang nicht immer, doch auch die schwache Ausbeute der US-Boys von der Freiwurflinie spielte Litauen in die Karten. Allerdings dürfte das Trainerteam der Amerikaner gar nicht mal unglücklich über den Verlauf der Begegnung sein. Denn die nicht gerade zu Bescheidenheit neigenden Stars wissen spätestens jetzt, dass man eine Goldmedaille nicht geschenkt bekommt. Wann immer seine Jungs in den kommenden Spielen in Bedrängnis kommen sollten, dürfte Coach K den verbalen Joker ziehen und seine Startruppe ermahnen: Denkt an das Litauen-Spiel!

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