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Geraubte Kultur zurück in Afghanistan

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Geraubte Kultur zurück in Afghanistan

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Das Nationalmuseum in Afghanistan hat am
Sonntag mehr als 800 archäologische Kunstwerke zurückbekommen. Zehntausende dieser Fundstücke waren während des Bürgerkriegs und der Talibanherrschaft geraubt worden. Behörden vermuten, dass damals mehr als zwei Drittel der Exponate aus den Sammlungen des afghanischen Nationalmuseums verloren gingen.

Colin Crorkin, britischer Generalkonsul:

“Sie erinnern uns daran, dass die Probleme der Taliban-Phase, der anschließende Kampf gegen die Aufständischen und für ein friedliches Afghanistan, dass all das relativ unbedeutende Ereignisse in einem größeren Zusammenhang sind. Sie helfen, die Dinge einzuordnen, das kann nur Kultur.’‘

Das britische Verteidigungsministerium organisierte den Transport – die Stücke waren zum Teil
von britischen Grenzbehörden und der Polizei entdeckt worden, oft an den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick. Andere wurden bei privaten Sammlern gefunden und von Spendern zurückgekauft.

Eine steinerne Buddhastatue, die 1800 Jahre alt sein soll, wurde nach Medienberichten in Japan entdeckt. Andere Stücke seien bis zu 4000 Jahre alt.

mit dpa