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Griechenland: Der Spar-Marathon geht weiter

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Griechenland: Der Spar-Marathon geht weiter

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Die entscheidende Verhandlungsrunde über das neue Sparpaket des Euro-Krisenlandes Griechenland mit den Kontrolleuren der sogenannten Troika aus IWF, EU-Kommision und Europäischer Zentralbank ist erfolgreich über die Bühne gegangen.

“Alles gut gelaufen,” sagte Poul Thomsen zum Schluss, “Anfang September kommen wir wieder.” Thomsen war für den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Athen.

Im September geht es darum, ob der griechische Staat wirklich weiter verschlankt wird und in den kommenden beiden Jahren fast 12 Milliarden Euro weniger ausgibt. Erst dann gibt es Grünes Licht für weitere Finanzhilfen, gut 30 Milliarden Euro aus dem 130-Milliarden-Euro-Paket vom vergangenen Winter.

“Wie geht das nur weiter,” grübelt Marios, Rentner aus Athen: “Auf dem ersten Rentenbescheid standen noch 950 Euro. Jetzt bin ich bei 719. Damit komme ich kaum für das Nötigste hin. Mein ganzes Leben ist so schwierig geworden. Und letztens im Krankenhaus haben sie mir für eine Untersuchung auch noch 56 Euro aus meiner eigenen Tasche abgenommen.”

2,6 Milliarden Euro weniger für Renten – steht auch in dem Sparpaket für die Troika, meldete die Sonntagszeitung “To Vima”.

Matoula, Rentnerin aus Athen:

“Mein Leben ist völlig umgekrempelt. Ich kann nicht mal mehr bei ganz alltäglichen Aktivitäten mitmachen, Kaffeetrinken mit Freunden.”

Außer bei Rentnern wird noch gekürzt bei:

Staatsbediensteten, Angestellten von staatlich kontrollierten Unternehmen, Kliniken und staatlichen Versicherungen, öffentlicher Verwaltung, Städten und Gemeinden, Verteidigung und Bildung.

mit dpa, AP, AFP, Reuters