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Badeurlaub ist für viele Italiener diesmal nicht drin

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Badeurlaub ist für viele Italiener diesmal nicht drin

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Ferien am Strand in Ostia, vor den Toren Roms: Normalerweise bedeutet Sommer für die Italiener Strand und Meer. Doch die Krise macht sich auch in Italiens Tourismusbranche bemerkbar: Gut ein Drittel der Italiener fährt laut Umfrage dieses Jahr nicht in den Urlaub, weil sie es sich nach eigener Auskunft nicht mehr leisten können. Neue Steuern und die Sparpolitik der Regierung haben Folgen.

Immerhin können einige Italiener Ferien vor der Haustür machen: Zum Glück lebe sie in Ostia, also könne sie hier Strandurlaub machen. Aber woanders – das sei nicht drin, erklärt eine sonnenbadende Krankenschwester.

Die italienische Handelskammer verzeichnete im ersten Halbjahr bei den Urlaubsbuchungen einen Rückgang um gut ein Fünftel. Die Reisebüros beobachten noch einen weiteren Trend:

Die Art zu reisen habe sich verändert, erklärt Stefano Dragone, Mitarbeiter eines Reisebüros. Früher seien die italienischen Familien einige Wochen lang in Urlaub gefahren. Jetzt würden sie nur noch eine Woche oder sogar nur übers Wochenende wegfahren, weil sie mehr nicht bezahlen könnten.

Während einige Strandbetreiber nun mit Schnäppchenpreisen Kundschaft für ihre Sonnenschirme und -liegen anzulocken versuchen, setzt das Tourismusministerium auf die Besucher aus dem Ausland. Touristenattraktionen hat Italien ja weiterhin zu Hauf – trotz Krise.