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"Curiosity" aus dem Hause NASA rollt über den Mars

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"Curiosity" aus dem Hause NASA rollt über den Mars

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Ein kleiner Hopser des Marsautos – und im NASA-Kontrollzentrum wollten die irdischen Freudensprünge kein Ende nehmen. Auf diesen Moment hatten sie alle jahrelang hingearbeitet:

Das Fahrzeug mit dem symbolträchtigen Namen “curiosity” – “Neugier” ist am 6. August 2012 um 7 Uhr 32 mitteleuropäischer Sommerzeit NASA-Chef Charles Bolden fasste den Moment in die Worte: “Gerade eben haben die Räder von ´curiosity´ begonnen, den künftigen menschlichen Fußstapfen den Weg zu bahnen. Das ausgefeilteste Fahrzeug, das je gebaut wurde, sucht nun nach einer Antwort auf die Frage nach Leben auf dem Mars”.

Die ersten Bilder zeigen in schwarz/weiß – Schatten.

Ein von Erdenbewohnern erdachtes und entsandtes Fahrzeug wirft auf dem Mars Schatten. Zehn Jahre Planung waren dem vorausgegangen, ein acht Monate dauernder Flug durch´s All – und dann die alles entscheidenden Minuten des Abstiegs durch die Mars-Atmosphäre bis zum sanften Aufsetzen.

Dazu musste das neugierige Teil von der 17fachen Schallgeschwindigkeit heruntergebremst werden, um sicher auf seinen 6 Rädern zu landen. Exakt im vorausberechnten Teil des “Gale-Kraters”. Hier sind die geologischen Verhältnisse besonders günstig, um verschiedene Schichten der Marsoberfläche zu untersuchen. Curiosity ist ein mit Meßgeräten vollgestopftes Labor, das Bodenproben analysieren kann – immer auf der Suche nach Spuren von Leben.

1997 war mit “Pathfinder” der erste von Menschen gemachte “Pfadfinder” gelandet. 2004 entdeckte “Spirit” Hinweise darauf, dass es hier einmal Wasser gegeben haben könnte. Dann blieb “Spirit” leider im Marssand stecken, während sein Zwilling “Opporunity” sich die Rückseite des roten Planeten ansah und stolze acht Jahre lang arbeitete. 40 Starts von der Erde in Richtung Mars hat es bisher gegeben, seit die Sowjetunion mit der mißlungenen “Sputnik-24” Misson 1962 erstmals Menschengemachtes gen Mars fliegen ließ. Rückschlägen gab es dabei reichlich.

Den neuen Erfolg kommentierte ein stolzer “White House-Wissenschaftsberater” , John Holdren, mit den Worten: “Wenn da noch irgendjemand an der führenden Position der USA im Weltraum gezweifelt haben sollte – dieser fast eine Tonne schwere Beweis für Amerikas Genialität hat gerade auf dem Mars aufgesetzt.”

Und am Time Square in New York fand in diesem Moment Präsident Obama sicher viele Unterstützer für sein Ziel einer bemannten Marsmission – so etwa in 20 Jahren.