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Israel reagiert zurückhaltend auf Grenzzwischenfall


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Israel reagiert zurückhaltend auf Grenzzwischenfall

Nach dem schweren Grenzzwischenfall im Sinai hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den angegriffenen israelischen Grenzposten besucht. Ägypten hatte den Angriff am Sonntagabend verurteilt. Netanjahu hielt sich mit Schuldzuweisungen zurück: “Es ist klar, dass Israel und Ägypten ein gemeinsames Interesse haben, dass die Lage an der Grenze ruhig ist. Gleichzeit wird immer wieder klar, dass sich der Staat Israel bei der Sicherheit seiner Bürger nur auf sich verlassen kann”, erklärte Netanjahu.

Schwer bewaffnete Extremisten hatten eine ägyptische Grenzschutzeinheit nach Einbruch der Dunkelheit beim Fastenbrechen überfallen und 16 Grenzschützer getötet. Anschließend griffen sie mit zwei entwendeten Panzerfahrzeugen den israelischen Grenzübergang Kerem Schalom an.

Für Gamal El-Tahawy von der Minya Universität war der Anschlag gegen Ägypten gerichtet: “Wenn die politische Stabilität geschwächt wird, dann ist auch die wirtschaftliche Stabilität betroffen und das beeinflusst den Entwicklungsprozess. Dafür sind äußere Kräfte verantwortlich”, sagt El-Thawi.

Die Sinai-Halbinsel entgleitet zusehends der Kontrolle des ägyptischen Staates. Radikale Islamisten, Schmuggler und Kriminelle finden in der Wüstenregion Zuflucht.

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