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Prozess gegen "Pussy Riot" fortgesetzt

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Prozess gegen "Pussy Riot" fortgesetzt

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In Russland ist der Prozess gegen die Punkrockgruppe Pussy Riot fortgesetzt worden. Die drei Frauen müssen sich in Moskau vor Gericht verantworten – wegen ihres schrägen Kurzauftritts in der berühmten Erlöserkirche.

Dabei erschreckten sie nicht nur die anwesenden Gläubigen, sondern wandten sich auch noch gegen Staatsoberhaupt Wladimir Putin, der damals gerade vor seinem erneuten Amtsantritt stand. In der Kirche beteten sie darauf, dass Russland von Putin befreit werden möge.

Ihre Anwältin Violetta Wolkowa beklagt jetzt auch, dass gegen Journalisten und Beobachter im Gerichtssaal mit Gewalt vorgegangen worden sei. Es habe Schläge und Tritte gegeben. Sie wisse nicht, was das Gericht dabei bewege und warum das geschehe.

Der Auftritt erzürnte Kirche und Präsident gleichermaßen. Beide schlagen jetzt einen begütigenderen Ton ein: Trotzdem kann den drei Frauen jahrelange Haft drohen.