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Assads Machtgefüge offenbar weiter intakt

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Assads Machtgefüge offenbar weiter intakt

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Der syrische Ministerpräsident Riad Hidschab hat die Seiten gewechselt, doch für die Rebellen ist das nur ein kleiner Erfolg. Im schwer umkämpften Aleppo setzt ihnen der Beschuss durch die Regierungstruppen zu. Ausländischen Journalisten zufolge geht den Aufständischen allmählich die Munition aus.

Laut einem Sprecher der US-Regierung deutet der Abgang des Ministerpräsidenten auf einen Zerfall des Machtapparats hin. Experten verweisen jedoch darauf, dass Armee und Geheimdienst, die Garanten des Regimes, weiter funktionieren. “Wenn ein Mitglied der Regierung oder ein ranghoher Beamter überläuft, schadet das natürlich der Glaubwürdigkeit des syrischen Regimes. Doch Riad Hidschab war höchstwahrscheinlich kein Mitglied des engeren Kreises der Familie Assad. Seine Flucht hat so gut wie keinen Einfluss auf die Sicherheit, die militärische Strategie und die Fähigkeit des Assad Regimes sich weiter an der Macht zu halten,” so der Experte David Hartwell.

Rebellen und Regierungstruppen liefern sich in Aleppo einen erbitterten Häuserkampf. Immer mehr Familien verlassen die Stadt und suchen in umliegenden Dörfern Zuflucht.

Regierungstreue Milizen sollen in einem Vorort Aleppos zehn Männer hingerichtet haben. Der 21-jährige Mahmood sagte Journalisten, er habe als einziger überlebt trotz Schusswunden im Kopf und in der Brust.