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Am zehnten Tag der Olympischen Spiele gab es neben den sportlichen Höhepunkten auch zwei Dopingfälle.
 
Der amerikanische Judoka Nicholas Delpopolo wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) von den Spielen ausgeschlossen.

Der 23-Jährige, der in der Klasse bis 73 Kilogramm Siebter geworden war, wurde positiv auf Cannabis getestet. Er ist der erste Athlet, der nach einer Wettkampfkontrolle bei den London-Spielen überführt worden ist.
 
Mit dem Italiener Alex Schwazer hat es aber auch ein Schwergewicht getroffen. Der Olympiasieger über 50 Kilometer Gehen in Peking, wurde von seinem nationalen italienischen Olympia-Komitee von den Wettbewerben in der britischen Hauptstadt ausgeschlossen. Der 27-Jährige ist nach einem Test am 30. Juni des Epo-Dopings überführt worden. Die Kontrolle, die die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA veranlasst haben soll, wurde angeblich während eines Trainingslagers in Oberstdorf genommen. Der Olympiasieger von 2008 war noch nicht nach London gereist. Am 20-Kilometer-Rennen am vergangenen Samstag hatte er nicht teilgenommen, angeblich weil er wegen eines grippalen Infekts eine Trainingsrückstand hatte.
In London hat es bislang fünf offiziell durch das IOC bestätigte Dopingfälle gegeben.
  
Im Tischtennis hat das deutsche Team um Timo Boll knapp die Sensation verpasst. Im Halbfinale des Mannschaftswettbewerbs verlor Deutschland mit 1:3 gegen Rekord-Olympiasieger China.
Bronze-Medaillengewinner Dimitrij Ovtcharov, Timo Boll und Bastian Steger lieferten dem Gold-Favoriten einen packenden Kampf, doch am Ende fehlte dem deutschen Team die Konstanz.
Im Spiel um Bronze treffen die Deutschen nun auf den Verlierer des Duells zwischen Hongkong und Südkorea.
 
Im Volleyball feiern die deutschen Männer mit dem Viertelfinaleinzug den größten Erfolg seit der Silbermedaille durch die DDR 1972. Die Mannschaft von Bundestrainer Vital Heynen steht bereits vor dem letzten Gruppenspiel gegen Weltmeister Brasilien als Viertelfinalist fest. Dabei profitierten die deutschen Schmetterkünstler von der klaren 0:3-Niederlage Serbiens gegen Russland am Montag.
 
Im Olympiastadion hat Gold-Kandidat Robert Harting aus Berlin in der Qualifikation im Diskus-Wurf ein Ausrufezeichen gesetzt und locker das Finale erreicht. Der zweimalige Weltmeister und Weltranglistenerste warf im ersten Versuch direkt 66,22 Meter und übertraf die geforderte Norm von 65 Metern klar.
 
Im Kugelstoßen der Frauen schied Europameisterin Nadine Kleinert dagegen überraschend in der Qualifikation aus. Kleinert kam nur auf eine Weite von 18,36 Meter, sie blieb damit mehr als einen Meter unter ihrer Saisonbestleistung und verpasste das Finale um neun Zentimeter.

Als einzige Deutsche erreichte Christina Schwanitz den Endkampf. Schwanitz belegte am Ende Rang 11.
Erstmals Olympiasiegerin wurde Nadeschda Ostaptschuk aus Weißrussland. Sie setzte sich mit 21,36 Metern durch und entthronte ihre Dauerrivalin Valerie Adams. Die Neuseeländerin hatte vor vier Jahren in Peking und auch bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu triumphiert. Bronze gewann die Russin Jewgenia Kolodko.
 
Wieder wurde es nichts mit Medaillen für die deutschen Stabhochspringerinnen. Obwohl drei Springerinnen den Finaleinzug geschafft hatten, standen nach dem Wettkampf andere auf dem Siegertreppchen. Gold gewann die US-Amerikanerin Jennifer Suhr, vor der Kubanerin Yarisley Silva, die mit neuem Landesrekord Platz zwei belegte.

Bronze ging an die zweimalige Olympia-Siegerin Jelena Issinbajewa aus Russland.
Beste Deutsche wurde Silke Spiegelburg auf Rang vier.
 
Zu einer rein karibischen Angelegenheit wurden die 400 Meter der Männer. Weltmeister Kirani James ließ dem Rest des Feldes keine Chance und gewann die allerste Goldmedaille überhaupt für Grenada.
Den zweiten Platz sicherte sich Luguelin Santos aus der Dominikanischen Republik vor Lalonde Gordon aus Trinidad und Tobago.
 
Im Velodrom kämpft Team-Sprint-Olympiasiegerin Kristina Vogel aus Deutschland im Sprint um eine olympische Einzelmedaille. Mit einem souveränen Sieg über Simona Krupeckaite aus Litauen zog die 21-Jährige in das Halbfinale ein. Dort trifft sie auf die britische Keirin-Olympiasiegerin Victoria Pendleton, die 2008 Gold im Sprint gewann.
 


 
 
 

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