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Hilfe für syrische Flüchtlinge rollt an - doch wie viele kommen noch?

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Hilfe für syrische Flüchtlinge rollt an - doch wie viele kommen noch?

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Etwa 1.500 Syrer kommen nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR jede Nacht über die Grenze nach Jordanien. Seit Ende Juli steht für sie das neue Lager in der Wüste bei Mafraq bereit.

Nach den Klagen über die unerträgliche Hitze in den Zelten bei über vierzig Grad Außentemperatur, Wind und Mangel an Trinkwasser versprach der jordanische Außenminister Nasser Judeh bei seinem Besuch Abhilfe: “Wir werden mobile Fertigbaucontainer einrichten, um die Zelte zu ersetzen und Wind und Staub besser abzuhalten. Wir wollen es den syrischen Flüchtlingen so bequem wie möglich machen und alles Nötige für sie bereitstellen.”

Allein Jordanien geht von etwa 140.000 Syrern im Lande aus, ob gemeldet oder nicht. Das Lager ist auf etwas über hunderttausend Menschen ausgelegt. Vertreter des Auslands geben sich derzeit dort die Klinke in die Hand: Der US-Botschafter verwies bei seinem Besuch auf 11 Millionen Dollar Hilfe aus seinem Land, der britische Entwicklungsminister versprach eine Vervierfachung der britischen Finanzhilfe, und Frankreich, dessen Außenminister demnächst ebenfalls anreist, kündigte diese Woche an, Militärärzte an die jordanisch-syrische Grenze zu schicken.

Das UNHCR hat knapp 200 Millionen US-Dollar für die syrischen Flüchtlinge eingefordert.