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Staatsanwalt fordert drei Jahre Haft für Pussy-Riot-Sängerinnen

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Staatsanwalt fordert drei Jahre Haft für Pussy-Riot-Sängerinnen

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Die russische Staatsanwaltschaft hat drei Jahre Haft für jede der drei Angeklagten im berüchtigten Pussy-Riot-Prozess in Moskau gefordert. Sie blieb mit ihrer Forderung unter den sieben Jahren Lagerhaft, die den Sängerinnen der Punkband wegen einer kremlkritischen Perfomance in Moskaus wichtigster Kirche maximal drohen. Die drei sind wegen Rowdytums aus religiösem Hass angeklagt. Sie hätten die Gefühle der Gläubigen absichtlich verletzt, erklärte der Staatsanwalt vor Gericht. Die Frauen bestritten religiösen Hass.

Prominente Unterstützung hatten sie tags zuvor von Madonna erhalten, die sich für ein Konzert in Moskau aufhielt. Sie sei gegen Zensur und für freie Meinungsäußerung und hoffe, dass den dreien sieben Jahre Haft erspart blieben, erklärte der Popstar. Auch andere Stars wie Sting und die Red Hot Chili Peppers hatten sich hinter die drei Angeklagten gestellt.

Diese hatten in ihrem Punk-Gebet um ein Ende der Putin-Herrschaft gebeten. Es sei ein politischer Akt gewesen, betonen sie. Selbst Präsident Putin hat zuletzt eine milde Strafe gefordert.