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Ägypten hat die bei einem Anschlag am Sonntag getöteten Grenzsoldaten zu Grabe getragen – begleitet von einer wütenden Menge. Der Präsident erschien aus Sicherheitsgründen erst gar nicht, der Ministerpräsident musste umkehren, weil der Mob sein Fahrzeug mit Steinen bewarf.

Derweil zerstörte die ägyptische Armee weiter Schmugglertunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen. Sie geht davon aus, dass die Attentäter durch einen Tunnel aus dem Gazastreifen kamen.

Eine der wütenden Teilnehmerinnen des Trauerzuges hat ebenfalls etwas gegen die Tunnel: “Die Ägypter sollten ihr Schweigen brechen. Unsere Kinder werden an den Grenzen getötet. Durch die Öffnung der Grenzen und Tunnel kommen Leute aus Gaza und nehmen unser Öl und unser Essen weg”, schimpft sie.

Bei dem Anschlag hatten Bewaffnete 16 ägpytische Grenzsoldaten getötet und waren danach mit erbeuteten gepanzerten Fahrzeugen nach Israel eingedrungen. Dort wurden sie vom israelischen Militär getötet.

Israel überstellte die Überreste an Ägypten.

Mit Schließung der Schmugglertunnel macht Präsident Mursi sich bei den Palästinensern, denen er eine Verbesserung ihrer Lage versprochen hatte, keine Freunde. Israel wartet derweil ab, ob er in der Region dieselbe Vermittlerrolle übernehmen will wie einst Mubarak.

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