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Bodenoffensive der Armee auf Aleppos Bezirk Salaheddin

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Bodenoffensive der Armee auf Aleppos Bezirk Salaheddin

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In der nordsyrischen Stadt Aleppo liefern sich Armee und Aufständische einen Stellungskrieg. Die Armee, die in den vergangenen Tagen in der Region deutlich aufgestockt worden war, startete eine Bodenoffensive auf den besonders umkämpften Bezirk Salaheddin. Die Rebellen gestanden ein, mindestens einen Posten dort aufgegeben zu haben. Sie wollten aber nicht bestätigen, dass die Armee den Bezirk völlig in ihre Gewalt gebracht habe, wie von dieser behauptet.

Auch das Umland von Aleppo blieb nicht verschont, wie die Bilder der Nachrichtenagentur Reuters zeigen. Nicht jeder hier wagt oder schafft die Flucht. Die Anwohner berichten vom täglichen Horror: Pausenlos würden sie beschossen, klagt ein Mann. Jeden Tag. Manchmal um die 60 Raketen pro Tag. Deshalb seien viele Menschen hier ums Leben gekommen. Anderen seien die Beine abgeschnitten worden, die Hände oder der Kopf.

Amnesty International kritisierte den Einsatz schwerer Waffen in Aleppos Wohngebieten, den sie auf Satellitenbildern nachweist. Die Vereinten Nationen warnen, dass wahrscheinlich rund drei Millionen Syrer in den kommenden zwölf Monaten Lebensmittelhilfe bräuchten, da der Konflikt die Ernte beeinträchtige.