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Hai-Panik auf der Insel La Réunion

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Hai-Panik auf der Insel La Réunion

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“Wir sind keine Versuchskaninchen”, riefen wütende Surfer auf der französischen Insel La Réunion im Indischen Ozean. Hier herrscht Hai-Panik. Die Surfer protestierten gegen einen Bescheid aus Paris, Haie würden in der Gegend geschützt, eine Jagd auf sie sei illegal.

Ludovic Villedieu, Surfer:

“Was wir wollen, sind konkretere Maßnahmen, und wir haben die Nase voll von Wissenschaftlern, die uns Vorträge halten – das Jagdverbot hier könne nicht der einzige Grund sein für die starke Zunahme der Angriffe.”

Was war passiert? Nach mehreren Hai-Attacken gegen Surfer hatte der Präfekt die Jagd auf etwa 20 Bullen- und Tigerhaie freigegeben. Doch der zuständige Minister in Paris hatte diesen Beschluss wieder einkassiert.

Recht hat er, so die militanten Umweltschützer von Sea Shepherd.

Stéphane Girard, von der militanten Umweltschutzorganisation Sea Shepherd:

“Nirgends auf der Welt hat sich das Abfischen als wirksam erwiesen. Auch hier löst das das Problem der Sicherheit der Surfer nicht.”

Bisher kann niemand erklären, warum immer mehr Menschen zu Schaden kommen. In den ersten zehn Jahren nach der Jahrtausendwende gab es in der Gegend nur einen Hai-Angriff, in den vergangenen 20 Monaten acht.

Seit Ende Juli wurden vor der Küste zwei Surfer angefallen. Einer ist tot, einer schwer verletzt.

mit AFP, Reuters