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Juncker hält Euro-Austritt der Griechen für machbar

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Juncker hält Euro-Austritt der Griechen für machbar

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Euro-Gruppen-Chef Jean Claude Juncker hat das Tabu gebrochen und zum ersten Mal einen Austritt Griechenlands in Erwägung gezogen. Der Prozess wäre zu meistern. Er warnte jedoch vor Folgeschäden und sagte, es sei keine Lösung.

Juncker erklärte: “Es wäre aus heutiger Sicht ein beherrschbarer Vorgang, deshalb ist das noch nicht ein wünschenswerter Vorgang, weil es wäre mit erheblichen Risiken verbunden – vor allem für die einfachen Menschen in Griechenland. Jetzt kann man natürlich sagen, mir ist das ziemlich egal, was mit den einfachen Griechen, den kleinen Leuten, passiert, davon gibt es viele in Griechenland, mir ist das aber nicht egal.”

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat sich unterdessen für eine gemeinsame Haftung für die Schulden aller Euro-Länder eingesetzt. Die Idee würde er gerne den Deutschen in einer Volksabstimmung unterbreiten. “Wenn sie es nicht schaffen, zu einer gemeinsamen Finanz- und Steuerpolitik in Europa zu kommen, wird der Euro am Ende nicht zu retten sein,” so Gabriel.

Führende deutsche Manager riefen die Politiker zu Zurückhaltung auf. Man dürfe den Austritt Griechenlands nicht herbeireden – und damit ein Auseinanderbrechen der Währungsunion riskieren.