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Kein Rekord, aber gepunktet: Londons Olympia-Öko-Bilanz

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Kein Rekord, aber gepunktet: Londons Olympia-Öko-Bilanz

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Die grünsten Olympischen Spiele aller Zeiten wollte London ausrichten. Für den Olympiapark wandelten die Organisatoren eine verseuchte Industriebrache in eine blühende Landschaft um und wuschen tonnenweise Erdreich.

Kritiker monieren allerdings, dass nur die oberen Schichten gereinigt wurden.

Beim Olympia-Stadion und anderen Hallen verbaute man wiederverwertetes Material wie alte Gasrohre.

Die Idee des eigenen Windrades scheiterte hingegen an den Bauvorschriften.

Dafür sind die Besucher gehalten, zwecks Recycling den Müll zu trennen.

Olympia-Manager Stubbs erinnert an das verseuchte Ödland, Flüsse voller Müll und Ruinen, die man hier vorfand, räumt aber Verbesserungsspielraum ein.

Die Olympische Flamme zum Beispiel ist nicht so kohlendioxidarm wie einst versprochen. Das bemängelt auch der Ausschuss, der die Nachhaltigkeit der Spiele prüft: “Die Veranstalter haben das 2007 versprochen – was haben sie dann zwei Jahre lang gemacht? Da gibt es keine Entschuldigung. Sie haben es versprochen und nicht gehalten”, schimpft Ausschussmitglied Shaun McCarthy.

Immerhin verbraucht das Becken, in dem die Flamme brennt, weniger Gas als sein Vorgänger in Peking.

Auch wegen der Sponsorenwahl gab es Unbill: Der Name BP weckt bei Umweltschützern schlechte Erinnerungen. Und Dow Chemical spendierte die Außenwand des Stadions. Nach Protesten aus Indien verzichtete der Konzern darauf, seinen Namen aufzudrucken. Er steht wegen des Giftunfalls im indischen Bophal mit tausenden Toten in der Kritik.

Nun darf man gespannt sein, ob die Olympia-Nachfolger Londons recycelbare Arenen übernehmen – und sich auch sonst grün inspirieren lassen…