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Der elfte Tag der Olympischen Spiele bescherte der deutschen Mannschaft mehrere Medaillen in London:
 
Für den goldenen Höhepunkt sorgte Robert Harting im Diskuswurf. In einem bis zum Schluss spannenden Wettkampf setzte sich Harting knapp gegen den Iraner Ehsan Hadadi durch. Bronze ging an den Esten Gerd Kanter, der in Peking 2008 Gold gewonnen hatte. Robert Harting ist damit der erste deutsche
Leichtathletik-Olympiasieger seit 2000. Der 27 Jahre alte Weltmeister gewann die Goldmedaille mit einer Weite von 68,27 Metern.
Auch die deutschen Turner sorgten für Edelmetall. Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen sicherten sich Silber am Reck und am Barren. Hambüchen hat sich mit der Silbermedaille am Reck seinen Traum von einer erneuten Olympia-Medaille erfüllt. Vier Jahre nach Bronze in Peking absolvierte er an seinem Lieblingsgerät eine perfekte Übung.
Mit 16,400 Punkten musste sich der Ex-Weltmeister in einer hochklassigen Konkurrenz nur dem Niederländer Epke Zonderland beugen. Bronze ging an Peking-Olympiasieger Zou Kai aus China. Zuvor hatte Marcel Nguyen bereits Silber am Barren geholt und damit seine zweite Medaille nach Silber im Mehrkampf gewonnen.
 
Bei den Dressur-Reitern ist die längste Siegesserie des olympischen Sports ist beendet. Nach achtmal Gold bei acht Starts hintereinander gewann das deutsche Dressur-Team am Dienstag in London die Silbermedaille. Der Sieg ging an die britische Mannschaft, welche die erste olympische Dressur-Medaille überhaupt für das Königreich holte. Für die deutsche Dressur war es die insgesamt 39. Medaille bei Olympia.
Im Velodrom hat Bahnradsportler Maximilian Levy dem deutschen Olympia-Team eine weitere Silbermedaille beschert. Levy wurde am Dienstag im Keirin Zweiter hinter dem Briten Chris Hoy, der seinen insgesamt sechsten Olympiasieg feierte.
Der Schotte ist damit der erfolgreichste britische Olympia-Teilnehmer. Bronze teilten sich der Neuseeländer Simon van Velthooven und Teun Mulder aus den Niederlanden.
Die sieggewohnten Briten mussten im Velodrom aber auch eine unerwartete Pleite hinnehmen. Victoria Pendleton unterlag im Sprintfinale der Australierin Anna Meares.
Für die Deutsche Kristina Vogel blieb nach Gold im
Teamsprint in der Einzeldisziplin nur der vierte Platz. Bronze ging an die Chinesin Shuang Guo.
 
Beim Ringen hat Europameister Frank Stäbler im
griechisch-römischen Stil die Bronzemedaille verpasst. In der Klasse bis 66 Kilogramm unterlag der 23-Jährige im kleinen Finale dem Georgier Manutschar Zchadaja.
 
Auch die Risikofreude von Kunstspringer Patrick
Hausding hat dem Deutschen Schwimm-Verband nicht die erste Medaille in London bescheren können. Vom Drei-Meter-Brett musste sich der
mehrmalige Europameister im olympischen Finale nach stamit dem vierten Rang begnügen. Der Sieg ging an Ilja Sacharow aus Russland.
Unterdessen hat der deutsche Schwimm-Verband  Rücktritt von Bundestrainer Norbert Warnatzsch bestätigt. Der deutsche Schwimm-Verband blieb zum ersten Mal seit 80 Jahren ohne eine einzige Medaille.
 
Für Medaillen-Hoffnung Matthias Steiner war die Entscheidung im Gewichtheben dagegen schon nach dem Reißen beendet. Der Olympia-Sieger von 2008
war bei seinem missglückten zweiten Versuch von der Hantel im Nacken getroffen worden und musste den Wettkampf im Superschwergewicht mit
einer Rückenverletzung abbrechen.
Christina Obergföll und Linda Stahl zogen ins Speerwurf-Finale ein. Vize-Europameisterin Obergföll kam in der Qualifikation auf
66,14 Meter. Ex-Europameisterin Stahl benötigte ebenfalls nur einen Wurf, um die geforderten 62,00 Meter zu übertreffen.
Zum großen Pechvogel der Leichtathletik-Wettbewerbe wurde der chinesische Hürdenstar Liu Xiang. Er stürzte an der ersten Hürde und schied mit einer Achillessehnenverletzung aus. Der frühere
Weltrekordler und Olympiasieger von 2004 musste schon bei den Spielen in Peking vor vier Jahren im Vorlauf aufgeben.
Gold im Hochsprung sicherte sich mit 2,38 Metern der Russe Iwan Uchow. Das 100 Meter-Hürden-Finale der Frauen gewann die Australierin Sally Pearson. Über 1500 Meter triumphierte Taoufik Makhloufi aus Algerien.
 

Die deutsche Kanu-Flotte paddelt mit einer Ausnahme komplett auf Medaillenkurs. Nur Katrin Wagner-Augustin schied im Einer-Kajak überraschend im Halbfinale aus. Dagegen qualifizierten sich der Vierer-Kajak der Männer über 1000 Meter, Peter Kretschmer und Kurt Kuschela im Zweier-Canadier über 1000 Meter sowie Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak über 500 Meter für die Finals. Insgesamt stehen sieben deutsche Boote in den olympischen Endläufen.
 
Die Hockey-Herren standen schon vor ihrem letzten Vorrundenspiel als Halbfinal-Teilnehmer fest. Der Goldmedaillengewinner von Peking profitierte von der 2:4-Niederlage Südkoreas gegen Gruppensieger Niederlande.
Das Spiel gegen Neuseeland war damit ohne Bedeutung.
 
Nach 200 Entscheidungen baute China mit 34 Gold-, 21 Silber- und 18 Bronzemedaillen seinen Vorsprung in der Länderwertung vor dem Team der USA (30-19-21) weiter aus. Die britische Mannschaft (22-13-13) festigte ihre Position als Nummer drei.

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