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Olympiamedaillen werden immer größer und schwerer

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Olympiamedaillen werden immer größer und schwerer

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Gut dreihundert Entscheidungen fallen bei Olympia in London; dafür und für die Paralympics wurden 4700 Medaillen hergestellt.

Diese Medaillen sind allerdings auch nicht mehr das, was sie einmal waren: Früher nämlich waren sie viel kleiner und leichter.

Das weiß auch Nick Hungerford, der Nachkomme eines Olympiasiegers von vor über einhundert Jahren, von den Spielen 1908 – ebenfalls in London. Außerdem gab es in der Familie 1964 auch noch Rudergold für einen weiteren Vorfahren.

Sein Urgroßvater Percy Rees sei 1908 in der siegreichen Hockeymannschaft gewesen, erzählt Hungerford. Klar habe man damals andere Zeiten gehabt, mehr als ein Viertel der Teilnehmer waren Briten – aber trotzdem sei das eine bemerkenswerte Leistung gewesen.

Diese Medaille sei etwas Besonderes, berichtet Hungerford weiter, weil überhaupt erst zum zweiten Mal Goldmedaillen ausgegeben wurden.

An den Medaillen lässt sich die Entwicklung klar erkennen: Die von 1908 wog noch gut zwanzig Gramm, das Gold von 1964 dann schon mehr als sechzig Gramm – und bei diesen Spielen in London hängen dem Sieger bereits vierhundert Gramm um den Hals. Von diesen vierhundert Gramm ist dann aber auch nur noch ein einziges Gramm wirklich aus Gold.