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Russland wirft Georgien Revanchismus vor

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Russland wirft Georgien Revanchismus vor

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Georgien und Südossetien haben des 4. Jahrestages des Kriegs im Südkaukasus gedacht. In Zinchwali legte der russische Ministerpräsident Dmitri Medewdew zusammen mit dem südossetischen Präsidenten Leonid Tibilow einen Kranz zum Gedenken an die Opfer nieder.

In Georgien legten Staatspräsident Michail Saakaschwili und Patriarch Illia II. einen Kranz am Denkmal für die Kriegsopfer nieder. In einer Ansprache zum Jahrestag erklärte Saakaschwili, er hoffe auf eine Aussöhnung mit Russland. Es werde einmal eine neues Russland geben, das nicht länger die Wiederherstellung der Sowjetunion anstrebe. Mit diesem Russland könne man einen Ausgleich finden, erklärte Saakschwili. Russland warf Georgien Revanchismus vor. Es strebe gewaltsam nach der ‚Wiederherstellung seiner territorialen Integrität’ und schüre vor den Wahlen dim Oktober die Angst vor Russland.

Im August 2008 hatte Georgien versucht, die abtrünnige Provinz Südossetien wieder unter seine Kontrolle bekommen. Nach einem Fünf-Tage-Krieg erkannte Russland Südossetien und die ebenfalls abtrünnige Provinz Abchasien als unabhängige Staaten an. Nur wenige Staaten sind dem russischen Beispiel gefolgt.