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Urteil gegen "Pussy Riot" Ende nächster Woche

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Urteil gegen "Pussy Riot" Ende nächster Woche

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Das Urteil gegen die Punkrockerinnen von Pussy Riot fällt nun am Freitag nächster Woche. Dann steht fest, ob die drei russischen Musikerinnen tatsächlich jahrelang hinter Gitter gesperrt werden – so wie es die Anklage will, die gestern drei Jahre Lagerhaft gefordert hat.

Die Frauen hatten sich im Februar mit einem schrägen Kurzauftritt in der Moskauer Erlöserkirche gegen Wladimir Putin gewandt, der damals vor einer neuen Amtszeit als Staatsoberhaupt stand. In einem “Punkgebet” flehten sie höhere Mächte um Putins Vertreibung an.

Ein Schuldspruch wäre rechtswidrig, meint Nikolai Polosow, einer ihrer Anwälte; sie hätten mit diesem Auftritt kein Verbrechen begangen.

Kirche und Staatspräsident in Russland verstehen bei solchen Dingen aber keinen Spaß – zumal die Frauen von Pussy Riot mit ihrem Auftritt gerade die enge Verflechtung zwischen beiden Seiten anprangerten. Die Anklage wirft ihnen Rowdytum und religiösen Hass vor.

Unterstützung kommt aus dem Ausland, wie von Madonna, die sich gestern abend bei ihrem Moskauer Konzert für die Freilassung der Punkrockerinnen aussprach – den Richter aber wird das alles möglicherweise nicht sehr beeindrucken.