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Am 12. Tag der Olympischen Spiele in London haben sich die deutschen Kanuten als zuverlässige Medaillen-Lieferanten erwiesen. Die Ausbeute kann sich wirklich sehen lassen:
Gold, Silber und zweimal Bronze!
Für den Höhepunkt der Kanuten sorgte Sebastian Brendel, der im Einer-Canadier über 1000 m Olympia-Gold gewann.
Der ebenfalls auf Gold programmierte Kajak-Vierer der Frauen musste mit Silber zufrieden sein. Damit riss die olympische Gold-Serie für Deutschland in dieser Bootsklasse nach 16 Jahren. Dritte Plätze für Max Hoff im Einer-Kajak sowie Martin Hollstein und Andreas Ihle im Zweier rundeten das erfolgreiche Abschneiden der Kanuten ab.
 
Auch das deutsche Tischtennis-Team konnte voll überzeugen. Nach dem Gewinn der Silbermedaille in Peking holte sich Deutschland im kleinen Finale in London die Bronzemedaille. Im Spiel um Platz drei gewann das deutsche Team gegen Hongkong mit 3:1. Großen Anteil am Erfolg hatte vor allem Timo Boll, der seine beiden Einzel gewinnen konnte.
China hat erwartungsgemäß wie bei der Olympia-Premiere des Teamwettbewerbs vor vier Jahren in Peking Gold gewonnen. Der Rekordweltmeister mit der Besetzung Ma Long, Zhang Jike und Wang Hao gewann 3:0 gegen Südkorea. Damit hat das Reich der Mitte alle vier Wettbewerbe in London für sich entschieden und sechs von zwölf Medaillen gewonnen.
 
Bei dem deutschen Gewichtheber Matthias Steiner sind bei den Untersuchungen nach seinem Unfall keine schwerwiegenden Verletzungen festgestellt worden. Eventuelle Folgeschäden konnten zum Glück des Athleten ausgeschlossen werden.
Der 29 Jahre alte Olympiasieger von Peking war am Dienstagabend in London bei seinem missglückten zweiten Versuch im Reißen von der Hantel im Nacken getroffen worden. Für kurze Zeit blieb er benommen auf der Heberbühne liegen, konnte aber wieder aufstehen. Den Wettkampf hatte er dann aus Sicherheitsgründen abgebrochen.
 
Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Männer bangt vor dem Halbfinale gegen Weltmeister Australien um Kapitän Max Müller, der sich beim 5:5 gegen Neuseeland eine Fingerverletzung zugezogen hatte. “Der Arzt befürchtet, dass der Fingerkranz gebrochen ist. Die Haut ist zwar noch zu, aber man sieht, dass das Fleisch komplett aufgeplatzt ist”, erklärte Müller, der aber auf jeden Fall spielen will: “Wenn ich hier ausscheide aus dem Turnier, müsste man mir den Finger schon abschneiden. Die Frage ist, ob ich den Schläger halten kann.” Allerdings stellt er sich auch in den Dienst der Mannschaft und betont, dass “wenn es für die Mannschaft besser ist”, er auf einen Einsatz verzichten würde.
Die deutschen Hockey-Frauen haben mit einem 4:1-Sieg gegen Südkorea am Ende den siebten Platz erreicht. Vor 9000 Zuschauern erzielten Lisa Hahn, Fanny Rinne und Marie Mävers die Tore für die DHB-Auswahl. Bei den Damen haben die Niederlande es ins Finale geschafft. Die Olympiasiegerinnen und Europameisterinnen gewannen in London nach Penalty-Schießen mit 3:1 gegen Neuseeland. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 2:2 gestanden.
Die Niederlande treffen im Finale auf Weltmeister Argentinien oder Gastgeber Großbritannien.
 
Im Springreiten sorgte der Schweizer Steve Guerdat mit dem Sieg der Goldmedaille für die große Überraschung. Der 30-Jährige und sein Pferd Nino des Buissonnets blieben vor 23.000 Zuschauern als einziges Duo im Finale ohne Strafpunkt.
Silber ging an den Niederländer Gerco Schröder. Cian O’Connor aus Irland gewann die Bronzemedaille.
 
Als erste deutsche Schiedsrichterin wird Bibiana Steinhaus das olympische Fußball-Finale der Frauen leiten. Am Mittwoch wurde die 33-Jährige vom Weltverband FIFA zur Schiedsrichterin des Endspiels zwischen Weltmeister Japan und USA bestimmt. Steinhaus hatte schon im Vorjahr das WM-Finale zwischen beiden Mannschaften gepfiffen.
 
Schwedens Handballer haben im olympischen Turnier etwas überraschend das Halbfinale erreicht und einen Titel-Kandidaten eliminiert. Die Skandinavier schlugen Europameister Dänemark nach einer couragierten Leistung mit 24:22 und treffen nun auf Ungarn, das im Nervenkrimi gegen Island die Oberhand behielt.
Das ungarische Team gewann mit 34:33 n.V. gegen Island, das sich als ungeschlagener Gruppensieger für das Viertelfinale qualifiziert hatte. Island hatte vor vier Jahren in Peking noch die Silbermedaille gewonnen. Weltmeister Frankreich hat dank eines überragenden William Accambray ebenfalls das Halbfinale des olympischen Handball-Turniers erreicht. Der 24 Jahre alte Rückraumspieler hatte mit seinen sieben Toren in der zweiten Halbzeit entscheidenden Anteil am 23:22-Erfolg gegen den WM-Dritten Spanien. In der Runde der letzten Vier trifft der Olympiasieger von Peking am Freitag auf Kroatien oder Tunesien.
 
Pechvogel Liu Xiang ist nach seinem am Dienstag erlittenen Achillessehnenriss im rechten Fuß in London operiert worden. Chinesische und britische Spezialisten hatten den 29 Jahre alten Athen-Olympiasieger über 110 Meter Hürden eingehend untersucht. Die Achillessehne war bei Liu im Vorlauf vollständig gerissen.
Zehnkampf-Europameister Pascal Behrenbruch muss die angestrebte Olympia-Medaille wohl abschreiben. 41 Tage nach seinem Gold-Coup bei den Europameisterschaften in Helsinki legte der Frankfurter bei seinen ersten Olympischen Spielen einen klassischen Fehlstart hin. Zur Halbzeit fand sich der 27-Jährige am Mittwochabend in London nur auf dem 15. Platz wieder. 4108 Punkte, 553 Zähler hinter Weltrekordler und Top-Favorit Ashton Eaton aus den USA. Behrenbruch muss nun auf eine enorme Steigerung an seinem starken zweiten Tag setzen.
Der Hallenser Rico Freimuth erwischte mit 4206 Punkten einen guten Start und liegt als Neunter sogar 98 Punkte vor Behrenbruch. Der Frankfurter Jan Felix-Knobel belegt nach der Hälfte der zehn Disziplinen mit 3938 Zählern den 24. Rang.
Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden wurde am Abend die Russin Natalja Antjuch in 52,70 Sekunden. Das übrige Leichtathletik-Gold ging an die USA: Aries Merritt siegte in 12,92 Sekunden über 110 Meter Hürden, Brittney Reese mit 7,12 Meter im Weitsprung. Über 200 Meter setzte sich Allyson Felix in 21,88 Sekunden vor Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika durch, die ihr zweites Gold der Spiele verfehlte. Die Top-Favoriten Usain Bolt und Yohan Blake erreichten leicht und locker den Endlauf über die 200 Meter.
 
Nach 214 Entscheidungen in London machte die deutsche Mannschaft in der Länderwertung einen Platz gut und belegte mit siebenmal Gold, 15 Mal Silber und zehnmal Bronze Rang sieben. Bei insgesamt 32 Medaillen fehlen nur noch neun, um die Gesamtzahl von Peking 2008 zu erreichen. China (35-22-18) lag im Medaillenspiegel weiter vor den USA (34-22-24), die den Rückstand durch das dritte Beachvolleyball-Gold von Misty May-Treanor/Kerri Walsh weiter verkürzten.

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