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Gedenken an die Opfer der Atombombe in Nagasaki

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Gedenken an die Opfer der Atombombe in Nagasaki

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67 Jahre nach dem Abwurf der Atombombe über Nagasaki hat Japan wie alljährlich der Opfer gedacht.

An der Zeremonie nahm neben Ministerpräsident Noda auch der Enkel von US-Präsident Truman teil, der einst den Bombenabwurf angeordnet hatte.

Die militärische Nutzung der Atomenergie ist seit damals in Japan tabu. Angesichts der nuklearen Aufrüstung in China und Nordkorea wird inzwischen aber wieder darüber diskutiert. Die zivile Nutzung kam nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima im vergangenen Jahr in Japan in die Kritik.

Der Bürgermeister von Nagasaki, Tomihisa Taue, sprach sich gegen Atomwaffen aus – weltweit: “Damit Nagasaki die letzte Stadt bleibt, die durch Nuklearwaffen angegriffen wurde, muss deren Nutzung und Entwicklung klar verboten werden.”

Am 9. August 1945, drei Tage nach dem Atombombenabwurf über Hiroshima, hatten die Amerikaner über Nagasaki ihre “Fat Man” genannte Bombe abgeworfen. Die halbe Stadt wurde dem Erdboden gleichgemacht. Unmittelbar und in den ersten Monaten danach starben Schätzungen zufolge mehr als 70.000 Menschen. Tausende erlagen später den Folgen der Strahlenkrankheiten.