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Historische Altlasten des Vietnamkriegs

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Historische Altlasten des Vietnamkriegs

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Agent Orange soll Geschichte werden. In Vietnam haben die USA damit begonnen, verseuchten Boden zu reinigen. Agent Orange ist ein Entlaubungsmittel, das die Amerikaner massiv im Vietnamkrieg eingesetzt hatten.

37 Jahre nach Kriegsende sollen in Danang rund 70 000 Kubikmeter Erde abgetragen und entgiftet werden. Das über 40 Millionen Dollar teure Projekt geht bis 2016.

Der amerikanische Botschafter David B. Shear erklärte, mit Hilfe hoher Temperaturen werde das Dioxin aus dem verseuchten Boden entfernt, um die Gegend für Frauen, Männer und Kinder sicher zu machen.
Das Dioxin sei das Erbe einer schmerzhaften Vergangenheit. Aber das Projekt, das hier Hand in Hand mit den Vietnamesen durchgeführt werde, sei das Zeichen einer hoffnungsvollen Zukunft.

Für etwa vier Millionen Menschen kommt dieser Schritt zu spät. Sie leben mit den Folgen, die Agent Orange auf ihre Gesundheit hat – wie Lungenkrebs.
Und noch immer kommen in der dritten Generation Babys mit Missbildungen zur Welt. Entschädigungszahlungen aus den USA gibt es nicht.

Während des Kriegs hatten die USA das Agent Orange auf einem US-Stützpunkt in Danang gelagert. Die amerikanische Luftwaffe streute das hochgiftige Entlaubungsmittel dann über weite Teile des Dschungels, um die kommunistischen Guerillakämpfer besser verfolgen zu können.