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Schießerei in El-Arisch

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Schießerei in El-Arisch

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Als Reaktion auf die schweren Attacken militanter Islamisten setzt das ägyptische Militär seine Maßnahmen gegen den Gazastreifen fort. Nach dem Überfall auf einen Grenzposten im Sinai am Sonntag hatte die ägyptische Regierung die Grenzschließung angeordnet und mit der Zerstörung der Tunnel der Schmuggler begonnen. Rund 1.200 Tunnels gibt es, die Rafah mit dem Gazastreifen verbinden. Die Islamisten, die die Grenzschützer getötet haben sollen durch so einen Tunnel nach Ägypten eingedrungen sein.

“Das wird das palästinensische Volk erdrosseln. Wir hoffen, dass sich die ägyptische Revolutionsregierung gnädig zeigt gegenüber Menschen, die nichts mit den Vorfällen zu tun hatten”, bittet Abu Salah Schihadeh.

Die Abriegelung des Gazastreifens ist Teil einer umfangreichen Operation der ägyptischen Streitkräfte auf dem Sinai. Wie das staatliche Fernsehen berichtet, kam es vor einer Polizeiwache in El-Arisch im Nord-Sinai zu schweren Kämpfen. Die staatliche Nachrichtenagentur MENA meldete später, eine Einzelperson habe aus einem Fahrzeug ohne Kennzeichen Schüsse in die Luft abgegeben.

In dem schwer zugänglichen Wüstengebiet, das nach dem Friedensvertrag mit Israel entmilitarisiert ist, versuchen seit geraumer Zeit unterschiedlichste Gruppierungen ihren Einfluss auszuweiten. Militante Dschihadisten, radikale Islamisten aus dem Gazastreifen, kriminelle Banden, und auf der Halbinsel Sinai beheimatete Beduinenstämme, die den ägyptischen Staat als Besatzungsmacht empfinden, haben dafür gesorgt, dass die Regierung in Kairo immer weniger zu melden hat.