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Eurokrise rückt Berlin immer näher

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Eurokrise rückt Berlin immer näher

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Wie lang kann Deutschland der Krise noch trotzen? Nicht mehr lang, meint das Wirtschaftsministerium in Berlin in seinem Monatsbericht. Im zweiten Quartal erwarte man nur mehr ein geringes Wachstum, die Aussichten seien mit großen Risiken behaftet.

Ein Indiz für die sich verlangsamende Konjunktur ist die Inflation, die im Juli im Jahresvergleich um nur 1,7 Prozent stieg. Das ist zwar gut für die Verbraucher, aber Experten sehen Deutschlands wirtschaftliche Zukunft kritisch. Die Export- und Importdaten seien zurückgegangen, meint Robert Halver von der Baader Bank, die ganze Weltwirtschaft gerate ins Stottern und das werde Deutschland als Exportnation natürlich besonders betreffen.

Tatsächlich musste der deutsche Außenhandel im Juni einen herben Rückschlag hinnehmen: Sowohl Exporte als auch Importe sanken deutlicher als erwartet. Auch die Industrie spürt die Eurokrise am eigenen Leib. Im Juni gingen die Aufträge um 1,7 Prozent zurück, so stark wie seit November 2011 nicht mehr. Und es ist nicht zu erwarten, dass sich an der Auftragsflaute bald etwas ändern wird.

Der deutsche Arbeitsmarkt hingegen zeigt sich recht krisenfest. Im Juli betrug die Arbeitslosenquote 6,8 Prozent – und die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 7,9 Prozent die niedrigste in der gesamten EU.