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Sie flohen nicht vor Assad

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Sie flohen nicht vor Assad

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Im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus sind die Straßen leer. Viele flohen jedoch nicht vor den Truppen des Präsidenten, Bashar al-Assad, sondern vor den Rebellen, von denen – so erzählen die Menschen – viele sich als Anhänger von Al-Kaida ausgegeben hätten.

“Das sind Terroristen. Sie sind in die Häuser eingedrungen und haben die Menschen niedergeschossen”, sagt eine ältere Frau, die geblieben ist und anonym bleiben will.

Das Viertel heißt Sajjida Zeinab und war ein wichtiger Ort für schiitische Pilger.

Eine Frau klagt: “Es gibt nicht genug zu essen. Alle sind geflohen. Ich habe zehn Kinder. Wir bekommen Nahrungsmittel zugeteilt, aber es reicht nicht.” Und ein kleines Mädchen sagt: “Ich habe Angst und ich weine, weil mein Vater verschwunden ist. Ich will, dass er heimkommt.”

Auf dem Markt gibt es noch Obst und etwas Gemüse. In den vergangenen Tagen war das Viertel Schauplatz schwerer Kämpfe.

Im Viertel Sajjida Zeinab wurden auch vor sechs Tagen die 48 iranischen Pilger entführt. Ihr Schicksal ist nach wie vor ungewiss.