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Syrien: Kein Ende der Kämpfe um Aleppo in Sicht

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Syrien: Kein Ende der Kämpfe um Aleppo in Sicht

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Die erbitterten Kämpfe um die syrische Großstadt Aleppo nehmen kein Ende. Die Regierungstruppen haben die Freie Syrische Armee der Aufständischen zwar aus dem Stadtteil Salaheddine vertrieben, das erbitterte Ringen um Aleppo geht jedoch unvermindert weiter. Die Bewohner der Stadt müssen dabei zusehen, wie ihre Häuser nach und nach zerstört werden.

“Es ist alles über unseren Köpfen zusammengebrochen. Ich bin zurückgekommen um zu sehen, ob mein Haus noch steht. Nur deshalb. Ich hoffe, dass sich alles beruhigt und dass sich alles wieder normalisiert, dass sich im Land wieder alles normalisiert”, meint dieser Einwohner Aleppos.

Die Aufständischen verfügen inzwischen über schwerere Waffen, es mangelt aber an Munition, wie sie erklärten. Den Panzern und Kampfflugzeugen der Regierungstruppen hat die Freie Syrische Armee daher weiterhin wenig entgegenzusetzen. Ihr Rückzug aus Salaheddine sei jedoch taktischer Natur gewesen, so ein Kommandeur.

In Marea, einem Außenbezirk von Aleppo wurden am Donnerstag zwei Kämpfer der Freien Syrischen Armee beerdigt. Eines der beiden Opfer sei bei den Kämpfen um Aleppo getötet, der andere Mann von Scharfschützen erschossen worden, hieß es.

Unterdessen meldet die Nachrichtenagentur Reuters, dass der algerische Diplomat Lakhdar Brahimi die Nachfolge von Kofi Annan als Syrien-Sondergesandter der UN übernehmen soll. Annan hatte angekündigt, sein Amt Ende August aufgeben zu wollen.