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Teddybär-Aktion sorgt weiter für Wut bei Lukaschenko

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Teddybär-Aktion sorgt weiter für Wut bei Lukaschenko

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Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist noch immer sehr wütend über den Abwurf von 800 Teddybären mit pro-demokratischen Botschaften Anfang Juli. Lukaschenkos Wut richtet sich unter anderem gegen den Nachbarn Litauen.

“Das ist ein Skandal. Da wurden alle Vereinbarungen verletzt. Und nun sollte sich Litauen nicht wie eine Maus verkriechen. Sie sollten erklären, warum sie diese Grenzverletzung auf ihrem Staatsgebiet zugelassen haben. Ich weiß nichts über die anderen, aber Litauen trägt die Hauptschuld.”

Schwedische Menschenrechtler hatten im Juli die Teddybären über Weißrussland abgeworfen. Lukaschenko hat inzwischen auch erklärt, dass die schwedische Botschaft in Minsk seiner Meinung nach an der Planung beteiligt gewesen sei.

Am Mittwoch waren zwei weißrussische Journalistinnen festgenommen worden, weil sie sich an einer Solidaritätskundgebung für zwei verhaftete, mutmaßliche Drahtzieher der Aktion beteiligt hatten. Irina Kozlik und Yulia Doroshkevich hatten sich mit Teddybären fotografieren lassen. Die beiden Journalistinnen wurden zwar wieder aus der Haft entlassen, mussten aber beide knapp 400 Euro für ihr Vergehen zahlen.