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Vertrauen in Belgiens Atomkraftwerke erschüttert

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Die Sicherheit von belgischen Atomkraftwerken steht auf dem Prüfstand. Die Frage beschäftigt das Land, seit Kontrolleure Risse in einem Reaktorbehälter entdeckt hatten. Doel 3 bei Antwerpen wurde vorerst vom Netz genommen.

In der Kritik steht die zuständige Behörde, da die Mängel nicht eher festgestellt wurden. Schlimmstenfalls können diese nach Meinung von Experten zu Explosionen führen.

In der nächsten Woche soll auch das AKW Tihange 2 bei Lüttich kontrolliert werden. Es hat einen Reaktorbehälter vom gleichen Typ.

Mit Stromengpässen muss Belgien erst einmal nicht rechnen. Wirtschaftsexperte Eric de Keuleneers nennt mehrere Alternativen zu den beiden abgeschalteten Reaktorblöcken: “Vielleicht sollten die Reserve-Einheiten hochgefahren werden. Einheiten, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht am Netz sind. Denn auch wenn der Stromverbrauch hoch ist, ist es manchmal viel günstiger, Strom aus dem Ausland zu bekommen,” erklärt de Keuleneers.

Doch auch das Ausland soll nach Meinung der belgischen Aufsichtsbehörde Kontrollen durchführen. Von den mangelhaften Reaktorbehältern hatte der Hersteller mehr als 20 ins Ausland geliefert, davon zehn nach Europa.
Wohin genau, kann jedoch nicht mehr nachvollzogen werden.