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Tea-Party-Liebling Ryan soll US-Vizepräsident werden

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Tea-Party-Liebling Ryan soll US-Vizepräsident werden

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Vor einem Kriegsschiff im Hafen von Norfolk im US-Staat Virginia hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Mitt Romney den Kongressabgeordneten Paul Ryan offiziell als seinen Kandidaten fürs Vizeamt vorgestellt. Bei der Präsentation unterlief Romney allerdings gleich ein peinlicher Fehler. Er stellte Ryan als den “nächsten Präsidenten der USA” vor.

Romney lobte Ryan als einen Mann mit festen Prinzipien, der die finanziellen Herausforderungen des Landes, das ausufernde Haushaltsdefizit und die erdrückenden Schulden verstehe. Er sei ein intellektueller Führer der Republikaner, dem die finanzielle Katastrophe klar sei, die eintrete, wenn der Kurs nicht geändert werde.

Ryan griff in seiner ersten Rede als Anwärter auf die
Vizepräsidentschaft den demokratischen Präsidenten Barack Obama und dessen Vize Joe Biden an. Auch sagte Ryan: “Jeder neuen Generation in den US geht es besser als der vorherigen. Das ist eine amerikanische Tradition. Es ist traurig, dass wir uns nun zum ersten Mal in der Geschichte auf einem Weg befinden, der mit dieser Tradition bricht.”

Mit der Wahl Paul Ryans richtete sich Romney nach den Wünschen des ultrakonservativen Lagers innerhalb der republikanischen Partei, der Tea-Party-Bewegung.

Der 42-jährige Ryan ist der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Repräsentantenhauses und hat sich den Ruf eines eisernen Sparers erworben. Ryan gilt als Nachwuchsstar der republikanischen Partei.