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Ägypten: Mit Israels Segen weiter gegen Islamisten

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Ägypten: Mit Israels Segen weiter gegen Islamisten

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Das ägyptische Militär kämpft auf der Sinai-Halbinsel weiter gegen islamistische Extremisten. Erneut gab es an diesem Sonntag Gefechte und Schusswechsel.
 
Dabei geht Ägypten in enger Abstimmung mit dem Nachbarland Israel vor. Es ist das erste Mal seit dem Friedensabkommen beider Staaten von 1979, dass ägyptisches Militär in diesem Umfang im Sinai operiert.
 
Überwacht wird das Abkommen hier von internationalen Friedenstruppen. Die wurden jetzt laut Angaben aus Al-Arisch zum ersten Mal von Islamisten angegriffen, Opfer gab es keine. Außerdem töteten Soldaten bei Al-Gura sieben extremistische Gotteskrieger.
 
Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat die Sinai-Truppen seit Beginn der Kämpfe bereits zweimal besucht. Am Freitag sagte er, man werde mit eiserner Faust gegen die Dschihadisten vorgehen.
 
Die griffen heute zwei ägyptische Militärstützpunkte in der Nähe zum Gazastreifen an. Auf der anderen Seite nahmen Soldaten drei mutmaßliche Terroristen fest, auch hoben sie ein Waffenlager aus.
 
Unterdessen wurde bekannt, dass Präsident Mursi den Stabschef der ägyptischen Streitkräfte, Sami Enan, entlassen hat. Enan gehört zum Militärrat, der nach der Revolution die Macht übernommen hatte. Erst vor wenigen Tagen hatte Mursi bereits den Chef des Geheimdienstes gefeuert.
 
Die Kämpfe im Sinai begannen, nachdem Extremisten vor einer Woche 16 Soldaten getötet hatten und über die Grenze nach Israel eingedrungen waren.