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Japan will vor Internationalem Gericht um Inseln streiten

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Japan will vor Internationalem Gericht um Inseln streiten

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Der japanisch-südkoreanische Zwist um eine Inselgruppe im Japanischen Meer geht weiter. Beide Länder erheben seit Jahrzehnten Besitzanspruch auf den entlegenen Archipel. Nun hat Tokio angekündigt, den Streitfall vor den Internationalen Gerichtshof bringen zu wollen.

Japans Außenminister Koichiro Gemba sagte: “Südkorea arbeitet daran, eine Weltmacht zu werden. Jetzt muss das Land vor dem Gerichtshof auf verantwortungsvolle Weise Stellung zu unseren Vorschlägen und Fragen beziehen.”

Am Freitag hatte Südkoreas Präsident Lee Myung Bak die von Seoul kontrollierten Inseln besucht, die in Korea Tokdo und in Japan Takeshima heißen. Tokio rief daraufhin seinen Botschafter aus Seoul zurück. Doch auch abseits der Politik wird der Konflikt ausgetragen.

Bei den Olympischen Spielen in London hielt der südkoreanische Fußballspieler Park Jong nach dem 2:0-Sieg über ausgerechnet Japan im Bronzespiel ein Schild in die Höhe, auf dem zu lesen war: “Tokdo ist unser Territorium.” Da laut den Olympia-Regeln Politik im Sport nichts zu suchen hat, wurde der Spieler von der Siegerehrung ausgeschlossen. Und das Olympiakomitee in Südkorea selbst sagte, man nehme den Vorfall sehr ernst.