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Breivik-Bericht kritisiert norwegische Polizei

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Breivik-Bericht kritisiert norwegische Polizei

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Eine Expertenkommission hat der norwegischen Polizei vorgeworfen, viel zu spät gegen den Massenmörder Anders Behring Breivik vorgegangen zu sein. Laut dem Bericht, der von Ministerpräsident Jens Stoltenberg in Auftrag gegeben worden war, habe es Kommunikationsschwächen zwischen verschiedenen Polizeieinheiten gegeben und bestehende Sicherheitsmaßnahmen seien nicht effektiv umgesetzt worden.

Polizeidirektor Oystein Maeland akzeptiert die Kritik. “Als Polizei-Chef fühle ich mich verantwortlich”, so Maeland. “Dies betrifft die gesamte Polizeiorganisation. Die Empfehlungen in dem Bericht verlangen umfassende Verbesserungen der Arbeit der Polizei, damit sie für mehr Sicherheit in der Gesellschaft vorbereitet ist.”

Berichten von Augenzeugen, die Breivik nach dem Bombenanschlag in Oslo gesehen haben wollen, sei nicht nachgegangen worden, so der Bericht. Wäre dies geschehen, hätte das Blutbad auf der Insel Utoya möglicherweise verhindert werden können.

Es habe auch viel zu lange gedauert, bis Polizisten die Insel erreichten, auf der Breivik im vergangenen Juli 69 Menschen erschoss. Es sei nicht akzeptabel, dass die Polizei 35 Minuten brauchte, um vom Ufer bis zur Insel zu gelangen.

Das Urteil gegen Breivik, der die Taten gestanden hat, soll noch in diesem Monat gesprochen werden.