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Am letzten Wettkampftag in London sicherte Nino Schurter der Schweizer Mannschaft noch eine Silbermedaille. Der Mountainbiker musste sich im Cross-Country nur dem neuen tschechischen Olympiasieger Jaroslav Kulhavy geschlagen geben, Bronze ging an Marco Fontana aus Italien.
Der 26-jährige Bündner hatte zwar Gold im Blick, doch in einem packenden Schlussspurt hatte Kulhavy knapp die Nase vorn.

Die französische Handball-Nationalmannschaft verteidigte ihren Olympiasieg von Peking dank eines 22:21-Finalsieges über Schweden. Für die Skandinavier hingegen war es die vierte Silbermedaille im Handball nach 1992, 1996 und 2000. Nachdem die Franzosen zu Beginn des Jahres eine enttäuschende Europameisterschaft gespielt hatten und nur Elfte wurden, schlugen sie in London eindrucksvoll zurück. 15 aus der deutschen Handball-Bundesliga bekannte Stars (akutelle und ehemalige) standen im Olympiafinale. Als bester Torhüter des Turniers wurde Thierry Omeyer ausgezeichnet, der nach seiner Rekordsaison mit dem THW Kiel nun auch noch Olympiasieger wurde, ebenso wie sein Kollege und Landsmann Daniel Narcisse. Mehr geht wirklich nicht.

Wie erwartet sicherte sich die US-Basketballmannschaft den Olympiasieg. Im Finale gegen Spanien (107:100) wurden die NBA-Stars zwar mehr gefordert als meistens im Verlauf des Turniers, doch im vierten und letzten Viertel zeigte sich der Unterschied dann doch wieder deutlich. Die Tiefe der Bank, die herausragende Athletik, immer die passende Antwort und schlichtweg die besten Einzelakteure, aus denen Coach Mike Krzyzewski eine echte Mannschaft formte, waren zu viel für die Spanier.
US-Superstar Kobe Bryant beendete mit der Goldmedaille um den Hals seine Karriere im Nationalteam. Das Erbe ist in guten Händen, denn das Talentreservoir in den Vereinigten Staaten ist im Basketball schier unerschöpflich.

London geht, Rio kommt. Die britische Hauptstadt, das Organisationskomitee und die Briten erhielten für die Ausrichtung eine Menge Lob. Das befürchtete Verkehrschaos blieb weitgehend aus, auch die Sicherheitsbedenken stellten sich letztlich als unbegründet heraus. Und sogar das englische Wetter spielte (meistens) mit. Es waren heitere, perfekt organisierte und friedliche Spiele im Zeichen des Sports.
Es bleiben herausragende Momente wie die Dominanz des jamaikanischen Sprintstars Usain Bolt, der wie in Peking drei Goldmedaillen gewann, und seine Extraklasse eindrucksvoll unterstrich. 800 Meter-Läufer David Rudisha und sein Fabelweltrekord war ebenfalls eines der großen Ausrufezeichen der Leichtathletik-Wettbewerbe.

Michael Phelps, der seiner ohne schon eindrucksvollen und einzigartigen olympischen Karriere vier weitere Gold- und zwei Silbermedaillen hinzufügte, war ein nicht minder prägendes Gesicht der Spiele. Die Dominanz der US-amerikanischen Schwimmmannschaft, aber auch die überraschenden Erfolge der Franzosen im Aquatics Centre und die Entdeckung des chinesischen Wunderkindes Ye Shiwen waren Highlights bei den Schwimmern.

In der Medaillenbilanz belegte das deutsche Olympiateam den sechsten Rang. 44 Medaillen, davon elf aus Gold, gab es, die Vorgabe wurde damit allerdings deutlich verpasst. Für die Schweiz gab es in London jeweils zwei Gold- und Silbermedaillen. Österreich blieb ohne Edelmetall.
An der Spitze machten es sich wieder die USA bequem und verdrängten damit die Chinesen vom ersten Platz, die diesen vor vier Jahren in Peking erobert hatten. 46 Olympiasieger kommen aus den Vereinigten Staaten, insgesamt holten die US-Athleten 104 Medaillen.
Auf den dritten Rang im Medaillenspiegel schob sich Gastgeber Großbritannien. Auf den weiteren Plätzen folgten Russland und Südkorea.
London hat seine Sache gut gemacht, in vier Jahren ist Rio an der Reihe.

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