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Iran: Nach Erdbeben jetzt über dreihundert Tote

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Iran: Nach Erdbeben jetzt über dreihundert Tote

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Nach den Erdbeben in Iran liegt die Zahl der Toten jetzt bei über dreihundert. Viele Opfer seien im
Krankenhaus gestorben oder auf dem Weg dorthin, teilte die Regierung mit. Gut dreitausend Menschen wurden demnach verletzt.

Die Rettungsarbeiten sind den Angaben zufolge abgeschlossen. Unter den Trümmern seien keine Leichen mehr zu bergen.

Die beiden Erdbeben hatten sich am Sonnabend im Abstand von wenigen Minuten ereignet. Sie hatten jeweils eine Stärke von über sechs. Schauplatz war der äußerste Nordwesten, das Grenzgebiet zu Aserbaidschan.

In Orten wie der Provinzhauptstadt Täbris haben sich viele Leute in den Parks eingerichtet. Zunächst sei die Hälfte der Leute noch zuhause geblieben, sagt ein Mann hier, aber inzwischen seien wohl neunzig Prozent in den Parks, nun schon den zweiten Tag.

In Täbris selbst gab es aber keine Toten oder Verletzten. Die Opfer waren auf dem Land zu beklagen, wo viele Häuser weit weniger fest gebaut sind. Rund zwanzig Dörfer sind völlig zerstört, mehr als einhundert weitere zum größten Teil.

Erdbeben sind in Iran eine häufige Erscheinung; auch wenn die meisten gar nicht zu merken sind. Ein verheerendes Erdbeben gab es zuletzt 2003 im Gebiet um die Stadt Bam, als 26-tausend Menschen ums Leben kamen.