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Italiens Regierung greift in Affäre um Stahlwerk ein

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Italiens Regierung greift in Affäre um Stahlwerk ein

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Die italienische Regierung geht im Fall der hochgiftigen Emissionen des Stahlwerks Ilva in Apulien in die Offensive. Ministerpräsident Mario Monti schickt drei Minister nach Süditalien. In der vergangenen Woche hatte ein Gericht einen Einspruch gegen die vorläufige Stillegung eines Teils des größten Stahlwerks in Europa zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Stahlkonzern Ilva vor, durch Emissionen aus dem Werk in Taranto in den vergangenen 13 Jahren den Tod von 386 Menschen verursacht zu haben.

Die mehr als 11.000 Beschäftigten fürchten um ihren Arbeitsplatz: “Unglücklicherweise sind wir einfache Arbeiter. Wir würden unsere Jobs verteidigen, aber unter diesen Umständen können wir nichts unternehmen”, meint ein Arbeiter.
“Bislang hat uns niemand gesagt, dass die Fabrik schließt. Wir werden sehen!” hofft ein anderer.

Tausende Menschen haben gegen die mögliche Schließung des Stahlwerks protestiert. Süditalien hat eine hohe Arbeitslosigkeit und an der Produktion im Werk hängen weit mehr Arbeitsplätze als die der 11.000 dort direkt Beschäftigten.