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Italiens Schuldenberg wird immer höher

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Italiens Schuldenberg wird immer höher

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Italien versinkt immer weiter im Schuldensumpf: Laut der italienischen Notenbank stiegen die Verbindlichkeiten des Landes im Juni auf unglaubliche 1.973 Milliarden Euro – nach 1.966 Milliarden im Mai. Und es wird für Italien immer schwieriger, an frisches Geld zu kommen: Bei einer Auktion einjähriger Staatsanleihen nahm Rom zwar wie geplant acht Milliarden Euro ein, die Zinsen stiegen jedoch auf 2,7 Prozent.

Dazu verlieren immer mehr Großinvestoren das Vertrauen in Italien. Laut Medienberichten flossen in den vergangenen zwei Jahren mehr als eine Billion Euro ab. Da hilft es wenig, dass die Steuereinnahmen im ersten Halbjahr immerhin um 3,7 Milliarden Euro stiegen, vor allem wegen einer neu eingeführten Immobiliensteuer.

Auch die Inflation bleibt hoch. Im Juli lag sie bei 3,6 Prozent, 1,6 Prozentpunkte über dem von der EZB angestrebten Wert. Und Reformen sind schwierig umzusetzen: Vor der Sommerpause hatte das Parlament geplante Kürzungen in der Verwaltung verabschiedet – und die Gewerkschaften kündigten daraufhin für Ende September einen Generalstreik an.