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By-By, Olympic London. Ein “see you again” gibt es gleich anschließend für die Paraolympics der Sportler mit Behinderungen. Den Gastgebern wird in jeder Hinsicht reichlich Lob zuteil. Für die Stadt London lief es allen Unkenrufen zum Trotz bestens. Kein Verkehrschaos. Zufriedene Teilnehmer und Zuschauer. Das für die Spiele neu mit Infrastruktur versorgte Problemkind “London East” hofft auf positive Langzeitwirkung.
Die nationale Siegertafel wird von den USA angeführt – mit Aufsteiger China auf dem 2. Platz.
Deutschland findet man erst auf dem 6. Platz, in Peking war es der 5. Wenig überraschend entspricht die Weltkarte der medaillenverteilung im wesentlichen jener der Verteilung von Wirtschaftskraft auf der Erde. Wobei mehr als die Hälfte der asiatischen Medaillen China und Südkorea unter sich aufteilten. Auch das unterstreicht den unübersehbaren Zusammenhang zwischen Wirtschaftskraft und Sportförderung.
Da verwundert es nicht, wenn das krisengeplagte Europa wesentlich weniger olympisches Edelmetall einsammeln konnte als in früheren Jahren. Von deutschen Sportlern waren auf die Frage, wie sich Medaillien in Sponsorengeld verwandeln lassen, kaum euphorische Stimmen zu hören. Vor allem in den wenigen massenwirksamen sogenannten “Randsportarten” werden auch die in London erfolgreichen deutschen Sportler weiterhin vor allem auf ihre eigene Begeisterung setzen.
Und dass aus wirtschaftlich schwachen Ländern wie Jamaika oder Kenia immer wieder die Supertalente für ganz bestimmte Sportarten kommen, ist nur als Ausnahme zu verstehen, die die Regel bestätigt.
Darf man sich darüber freuen, dass nur eine Siegerin ihre Goldmedaille wegen Dopings zurückgeben muss? Insgesamt nur 9 Teilnehmer wegen Dpings ausgeschlossen wurde?
In all das Freudenfeuerwerk hinein kommt die Vermutung von Fachleuten, die Dunkelziffer dürfte um 60 Prozent höher liegen. Für die Rekordzahl von insgesamt 5000 Dopingtests samt Kontrollprogramm seit April hatte das IOC die Rekordsumme von 25 Millionen Euro ausgegeben.

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